Thema 03

Regionale Prämien

Abwrackprämie Heizung 2020: In einigen Bundesländern ist sie schon länger verfügbar – von Sachsen über Berlin und das Saarland bis nach NRW und Rheinland-Pfalz.

Abwrackprämie Heizung 2020: In einigen Bundesländern schon länger verfügbar

Die Idee einer Abwrackprämie für Heizungen ist nicht neu. Denn in Ländern wie Sachsen, Berlin oder dem Saarland gab oder gibt es sie bereits heute. So vergibt zum Beispiel das Saarland eine Abwrackprämie für Heizung und Solar. Insgesamt stehen die Fördermittel in Höhe von 1.000 Euro 2.500 Haushalten zur Verfügung, die eine alte Heizung austauschen oder um eine Solaranlage ergänzen. In Sachsen gab es die Abwrackprämie für Heizungen bereits im Jahr 2009. Hier erhielten Hausbesitzer, die veraltete Technik austauschen ließen, einen Zuschuss in Höhe von 1.250 Euro. Heute sind die Fördertöpfe ausgeschöpft und das Programm ist beendet. Eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen und Gasheizungen gibt es heute auch in Berlin. Hier bekommen Hausbesitzer über das IBB Programm HeiztauschPlus Zuschüsse in Höhe von 1.000 Euro bis zu 4.500 Euro für erneuerte Heizungsanlagen. Im Bundesland NRW wurde bereits im Jahr 2012 eine Abwrackprämie für Heizungen gefordert. Diese konnte bis heute nicht eingeführt werden. Dafür gab es bis Mitte 2019 die Aktion Kesseltausch NRW, bei der Hausbesitzer eine Gutschrift in Höhe von 200 € bekamen.

Hohe Fördermittel gab es bisher aber nicht nur für Maßnahmen an Zentralheizungen. So zahlte Vattenfall Hausbesitzern im Jahr 2010 350 Euro, wenn sie alte Nachtspeicherheizungen außer Betrieb nehmen ließen. Im Bundesland Rheinland-Pfalz gab es 2018 ebenfalls eine Abwrackprämie für Öfen. Sie betrug bis zu 800 Euro und sollte der hohen Feinstaubbelastung durch alte Kamine entgegenwirken. Inzwischen sind die veranschlagten Mittel auch hier aufgebraucht.

Auch wenn es die genannten Förderprogramme, Umwelt- und Abwrackprämien heute teilweise nicht mehr gibt, zeigen die Beispiele doch den großen Erfolg solcher Maßnahmen. Außerdem ist anzunehmen, dass es auch in Zukunft regionale Förderprogramme für Heizungen und Öfen gibt. Wer einen Austausch plant, sollte sich daher am besten von einem Experten aus der eigenen Region beraten lassen.